Wasserklärung durch UV-C Bestrahlung

Klares und gesundes Wasser sorgt für ein ungetrübtes Teichvergnügen. Was aber wenn Schwebealgen das Wasser grün werden lassen oder die Fische häufig krank werden und so den Spaß am Gartenteich mindern?

Ein UVC Vorklärgerät schafft Abhilfe. Die zelltötende Strahlung der UV-C-Lampe bewirkt, dass die grünen Schwebealgen absterben  und das Teichwasser wieder klar wird. Die UV-C-Strahlung sorgt außerdem für gesünderes Teichwasser indem sie den Keimdruck im Wasser effektiv senkt.

    

Eines vorab - Bei der UV-C-Behandlung von Wasser handelt es sich um ein rein physikalisches Verfahren ohne Rückstände. Gleichzeitig ist die Kosteneffizienz dieser Entkeimungsmethode beeindruckend, denn die regelmäßigen Zugaben chemischer Substanzen gegen einzellige Algen gehören beim Einsatz einer UV-C Anlage der Vergangenheit an. Das sorgt für eine gleichbleibende Wasserqualität und schont den Geldbeutel.

    

Grüne Schwebealgen vermehren sich bei organischer Belastung des Teichwassers unter starker Sonneneinstrahlung sehr schnell und färben das Teichwasser grün ein. Insbesondere im Frühjahr wenn die Temperaturen steigen und die Sonnenscheindauer zunimmt, führt dies zu einer starken und oftmals unerwünschten Sichtbeeinträchtigung im Gartenteich. Eine optimal auf die Teichgröße abgestimmte UV-C-Anlage löst das Problem binnen 6 - 10 Tagen und macht das Wasser wieder kristallklar.


Natürliches, vom Menschen unbelastetes Wasser ist sehr keimarm. Alle aquatischen Bewohner haben sich im Laufe der Evolution an diesen Zustand angepasst. Unsere Teiche, insbesondere Koiteiche sind jedoch in der Regel mit Fischen überbesetzt. Folglich sind sie häufig mit Nährstoffen überdüngt und bieten Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten einen optimalen Lebensraum.

Bei Tests sind in vermeintlich gesunden Koiteichen bis zu 10.000.000-fach höhere Keimkonzentrationen nachgewiesen worden, als sie in der Natur vorkommen. Für Fische entsteht durch diesen Keimdruck unnötiger Stress. Die Folge sind ein schwaches Immunsystem und häufig auftretende Infektionskrankheiten.

In diesem Fall ist, als Folge mangelnder Wasserhygiene, eine typische bakterielle Infektion mit Aeromonas zu erkennen.

    


Keimbelastetes Teichwasser ist übrigens auch für uns Menschen nicht unbedenklich. Das Risiko, an einer durch Pseudomonas hervorgerufenen Mittelohrentzündung nach dem Baden im Schwimmteich zu erkranken, lässt sich durch eine gute Wasserentkeimung auf ein Minimum reduzieren.




Funktionsprinzip und Grundlagen der Wasserentkeimung durch UV-C-Licht

Eine von vielen vorhandenen Energieformen ist das Licht. Ausschlaggebend für die Energiemenge ist die Wellenlänge der Strahlung. UV-Strahlung hat eine sehr kurze Wellenlänge (Das macht man sich bei der Entkeimung von Stoffen oder Räumen (z.B. Trinkwasseraufbereitung, Oberflächen- und Luftdesinfektion in Operationssälen, Metzgereien, Lebensmittelindustrie usw.) zunutze.

   
 

     Alles Organische was mit UV-C-Strahlung in Berührung kommt wird abgetötet oder genetisch stark verändert. Leitet man Teichwasser an einer Strahlungsquelle vorbei, werden alle darin befindlichen Bakterien, Einzeller, Algensporen, etc. abgetötet oder zumindest das Erbgut der Zelle so stark geschädigt, dass diese sich nicht mehr reproduzieren kann. Eine gesunde Teilung der Zelle wird somit unmöglich. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass die Kontaktzeit und Strahlungsintensität ausreichend ist. Deshalb ist eine UV-C-Anlage immer auf die entsprechenden Bedürfnisse abzustimmen.

    

Veralgtes Teichwasser vor der Behandlung:

Die Algen sind noch lebendig und reproduktionsfähig.

       

Vier Tage nach der UV-C-Behandlung:

Die Algen wurden bereits geschädigt und sterben ab.

       

Sechs Tage nach der UV-C-Behandlung:

Die bereits bräunlichen Algen sind abgestorben und zersetzen sich.




Aufbau und Montage einer Durchfluss-UV-C-Anlage

Bei der Wasserentkeimung durch UV-C-Licht wird das Wasser an einer UV-C-Lichtquelle vorbeigeführt und über einen angepassten Zeitraum intensiv mit UV-C-Licht bestrahlt.

    

Die UV-C-Lampe wird stets druckseitig hinter die Teichpumpe in den Kreislauf integriert. Sie kann bei extrem leistungsstarken Pumpen auch im Bypass zur Teichfilteranlage betrieben werden, da die Wirksamkeit der Entkeimung von der Strahlungsleistung und der Verweildauer des Wassers im Reaktorbereich abhängig ist. Je größer die Verweildauer im Reaktor, desto intensiver die Bestrahlung und Entkeimung. Beachten Sie daher stets die Angaben des Herstellers zur maximalen Durchflussrate und wählen Sie im Zweifelsfall ein größeres Modell.

Das Produktvideo veranschaulicht die Wirkungsweise und den Aufbau einer modernen Durchfluss UV-C-Anlage.





Tauch-UV-C als Alternative zur Durchfluss UV-C

Eintauch-UV-C-Lampen wie die Genesis EVO Blue Light haben einen großen Vorteil gegenüber herkömmlichen UV-C-Geräten, denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und sie bilden keinen Widerstand in der Leitung.

Die Tauch-UV-C kann einfach in den Vortex, die Pumpenkammer oder einen beliebigen Wasserbehälter montiert werden, sodass das Wasser daran vorbei strömen kann. Die Lampe muss dabei immer vollständig unter Wasser getaucht sein!

Die Reichweite der UV-C-Strahlung ist allerdings begrenzt. Geringere Leistungsaufnahme und eine damit verbundene Stromersparnis müssen zwangsläufig durch eine längere Verweildauer kompensiert werden. Eine gleichmäßige Umspülung des Leuchtmittels ist notwendig.

    

Achten Sie immer darauf, dass die UV-C-Strahlung nicht dem Auge und der Haut ausgesetzt wird. Schalten Sie das Gerät aus bevor Sie sich diesem nähern oder Wartungsarbeiten daran ausführen.



Zusammenhang zwischen Dosis und Wirkung

Die Wirksamkeit einer Desinfektionsmethode auf Basis von UV-C-Strahlen steht in direktem Zusammenhang mit der angewandten Dosis (= Zeit x eingestrahlten Energie / Fläche). Hohe Intensitäten während einer kurzen Zeit oder geringe Intensitäten über einen langen Zeitraum sind praktisch austauschbar und beinahe gleichwertig in der Desinfektionswirkung.

Grundsätzlich gilt: Je einfacher ein Mikroorganismus in seiner Struktur aufgebaut ist, desto problemloser lässt sich dieser mittels UV-Strahlung inaktivieren. Daher lassen sich Viren oder Bakterien grundsätzlich wesentlich leichter zerstören, als komplexe Mikroorganismen wie beispielsweise einzellige Schwebealgen, deren DNS zudem noch durch eine pigmentierte Zellwand und ein konzentriertes Zytoplasma geschützt ist.

Die Lebensdauer eines hochwertigen Philips UV-C-Leuchtmittels (häufig als UVC Ersatzlampe bezeichnet) beträgt zwischen 8.000 und 12.000 Betriebsstunden, wobei die Leistungsabgabe des Leuchtmittels mit zunehmendem Alter massiv abnimmt. Wir empfehlen daher das Leuchtmittel jährlich zum Saisonstart zu wechseln und dabei das Quarzglas der UV-Lampe zu reinigen.

Das UV-C-Gerät muss der Teichgröße und dem Wasserdurchsatz angepasst sein. Je 1.000 Liter Teichwasser empfehlen wir bei Koiteichen 2 - 3 Watt UV-C-Leistung, wobei der Teichinhalt alle 2 bis­ 3 Stunden einmal durch das UV-C-Gerät geleitet werden sollte. Um eine gute Klärung des Teiches zu gewährleisten muss die UV-C-Lampe 24 Stunden pro Tag betrieben werden.

Vor dem Kauf einer UV-C-Anlage sollten Sie folgendes bedenken: Eine UV-C-Lampe ist nie zu groß. Achten Sie auf die Angaben des Herstellers und wählen Sie im Zweifelsfall das nächst größere Modell um immer über ausreichend Leistungsreserven zu verfügen. Bei Herstellerempfehlungen zur Teichgröße handelt es sich sind grundsätzlich um Grenzwerte.